Foto: Rädlein Tröstlich ist allein die Hoffnung, dass diese Mode im Reitsport ihren Scheitelpunkt schon überschritten haben und bald zu Ende gehen könnte. Das ist durchaus möglich, denn dasselbe ist in der Vergangenheit bereits passiert. Dicke Pauschen sind nämlich alles andere als eine echte Neuerfindung.  Dass die Sättel des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts weitgehend pauschenfrei waren, kam ebenso per Modewelle über die Reiterwelt wie die Rückkehr der dicken Kissen am Ende des 20. Jahrhunderts. Der in England geborene und in Frankreich lehrende Ausbilder James Fillis schrieb 1892, dass er glaubte, er sei „der Erste gewesen [...], der einen Sattel ohne Pauschen zur Dressur und zur Hohen Schule gebraucht hat“. Dieses Zitat belegt, dass damals Sättel mit großen, den Reiter fixierenden Pauschen üblich waren.  Ich kann nur jedem Reiter raten, dem Beispiel von Altmeister Fillis zu folgen und dicke Pauschen vom Sattler entfernen zu lassen. Wo das nicht möglich ist, bleibt nur ein Tipp: Solche Sättel verkaufen, solange es für Sitzprothesen noch Abnehmer gibt. Ich hoffe für Pferde und Reiter, dass das nicht mehr allzu lange so sein wird.

Standpunkt: Weg mit den Pauschen!

Dicke Sattelpauschen sind weit verbreitet. Ein Standpunkt von Knut Krüger.

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