Lance Armstrong soll Doping gestanden haben

Lance Armstrong soll in einem TV-Interview mit der US-Moderatorin Oprah Winfrey die Einnahme von Dopingmitteln während seiner Karriere zugegeben haben.

 

Lance Armstrong
Foto: picture-alliance/ dpa Soll die Einnahme von Doping gestanden haben: Lance Armstrong

Wie die Nachrichtenagentur AP und die News York Times berichten, will Armstrong in dem TV-Interview, das am Montag aufgezeichnet wurde und am kommenden Donnerstag ausgestrahlt wird, außerdem erstmals offen gegen „mächtige Personen im Radsport“ aussagen. Gegen Fahrer-Kollegen will er jedoch nicht aussagen.

TV-Moderatorin Oprah Winfrey, die das zweieinhalbstündige Interview mit Armstrong geführt hatte, sagte zu dem Gespräch nur, dass ihr Interviewpartner gut vorbereitet gewesen sei. Der TV-Sender OWN, bei dem das Interview ausgestrahlt wird, wollte bislang noch keine Einzelheiten über das Gespräch bekannt geben.

Vor der Aufzeichnung des Interviews soll sich Armstrong bei den Mitarbeitern der von ihm gegründeten Krebsstiftung Livestrong entschuldigt haben. Er selbst soll dabei mehrmals um Fassung gerungen haben, die Mitarbeiter der Stiftung sollen teilweise geweint haben.

Armstrong war zu dem TV-Interview mit etwa zehn Begleitern gekommen – unter anderem waren seine beiden Anwälte Tim Herman und Sean Breen sowie sein langjähriger Berater, Manager und Business-Partner Bob Stapleton mit dabei. Das Gespräch hatte ursprünglich in Armstrongs Haus in Austin/Texas stattfinden sollen. Da das Haus jedoch von zahlreichen Journalisten umlagert war, wurde das Interview in ein örtliches Hotel verlegt.

Die US-Anti-Doping-Agentur USADA hatte Armstrong die Einnahme illegaler Substanzen nachgewiesen. Der Radsport-Weltverband UCI sperrte den Texaner daraufhin lebenslang. Außerdem erkannte die UCI ihm seine sieben Tour-de-France-Titel ab. Armstrong drohen nun Schadensersatzklagen und sogar eine Gefängnisstrafe wegen Meineids.

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© RoadBIKE